Chinarestaurant Great Wall Hassfurt

Startseite

News

Speisekarte außer Haus

Speisekarte

Getränkekarte

Live Cook

Tischreservierung


Partyservice

Gallerie

Kontakt

Impressum

 

Die Chinesische Mauer

Die Chinesen hatten die Mauer einst als Schutzwall gegen Reiterstämme errichtet, die immer wieder aus dem Norden und Westen in ihr reiches Land eingefallen sind. Vor allem die Mongolen und Tataren waren damals gefürchtete Völker, die auf ihren Raubzügen immer wieder ganze Städte plünderten und anschließend dem Erdboden gleichmachten. Die Krieger schlugen immer wieder an anderen Orten zu und zogen sich dann schnell wieder zurück. Obwohl der chinesische Kaiser eine große und mächtige Armee hatte, konnte er die überraschenden Attacken nicht verhindern. Es schien unmöglich, die tausende Kilometer lange Grenze Chinas im Norden auf einmal zu schützen. Doch da hatte der Kaiser Chinas im Jahre 221 vor Christus die rettende Idee: Er hatte die sechs Reiche Chinas zu einem Großreich vereint und ließ nun die vielen kleinen Schutzwälle von Städten und Dörfern zu einer einzigen großen Mauer verbinden.
Ein Schutzwall gegen Reiterhorde
Um so eine so riesige Mauer zu bauen, wurden natürlich sehr viele Menschen benötigt. Die ganze Armee des großen Reiches musste mithelfen: ingesamt über 300.000 Mann. Doch selbst das reichte nicht. Daher mussten zusätzlich eine halbe Million Bauern aus dem gesamten Reich mitarbeiten. Sie erhielten den Befehl zu helfen und mussten folgen. Dazu kamen noch Strafgefangene. Trotz dieser vielen Arbeiter dauerte es 450 Jahre, bis die erste große Mauer um 220 nach Christus fertig war. Sie war 5.000 Kilometer lang.
Auf Sand gebaut
Die erste "Große Mauer" war aber eigentlich gar keine richtige Mauer. Denn sie war nicht überall aus Stein gebaut. Wo große Wälder standen, da errichtete man Mauern aus Eichen- und Fichtenholz, in Wüsten wurde einfach ein sehr hoher Wall aufgetürmt und fest getreten. Von dieser ersten Großen Mauer ist daher heute nur noch sehr wenig erhalten. In den nächsten Jahrhunderten wurden die Bauarbeiten immer wieder aufgenommen -  und wieder eingestellt. Denn nicht alle chinesischen Kaiser waren von der Notwendigkeit einer Riesenmauer überzeugt. Schließlich wurde China im Jahr 1280 nach Christus von den Mongolen erobert - die Mauer stellte wegen der vielen Lücken keinen Schutz dar. Sie herrschten bis 1368 über das chinesische Reich. Unmittelbar nachdem die Chinesen die Eindringlinge aus ihrem Reich vertrieben hatten beschlossen die Ming-Herrscher, die "Große Mauer" wieder aufzubauen. Und zwar diesmal richtig: Die Mauer sollte aus Stein und hoch genug sein, um jedem Angriff zu trotzen. Nie wieder sollten Fremde über Chinesen herrschen. In den folgenden 170 Jahren entstand das zwischen sieben und acht Meter hohe Bauwerk, das man noch heute bewundern kann. Unterbrochen wurde die Mauer nur von zwölf Meter hohen Wachtürmen, auf denen Soldaten die Umgebung beobachteten. Sie konnten jeden Reitertrupp schon von weitem sehen und die chinesischen Truppen mit Rauch- und Feuerzeichen warnen. Die Truppen waren in Lagern entlang der Mauer stationiert und konnten schnell herbeieilen, sobald sie gebraucht wurden. Bis zum Ende der Ming-Dynastie im Jahre 1644 schützte die Große Mauer das chinesische Reich vor allen Angreifern.
Die Mauer muss weg
Die Ming verloren ihre Herrschaft 1644 an die Mandschu, die China bis 1911 beherrschten. Die neuen Machthaber Chinas lebten aber ursprünglich nördlich der Mauer. Sie vergrößerten das Reich immer weiter, bis die Mauer mitten im Land lag. So hatte sie keine Bedeutung mehr und verfiel im Laufe der Jahrhunderte. An manchen Orten nutzten die Bewohner der umliegenden Dörfer die Mauer, um aus den Steinen ihre Häuser zu bauen. Als die Kommunisten im Jahre 1949 die Macht übernahmen, zerstörten sie mehrere hundert Kilometer der Mauer, um mit den Steinen Straßen zu bauen. Erst in den 1970er Jahren hat die chinesische Regierung damit begonnen, umzudenken. China ist wieder stolz auf die Vergangenheit seiner großen Kultur. Nach und nach wird die Mauer restauriert. Heute ist sie das wichtigste Touristenziel des Landes.